IMB - das Institut für Medienbildung in Salzburg

 

Aktion Film strukturiert sich als Institut für Medienbildung neu

 

Medienpädagogik und Filmschaffen mit schärferem Fokus

 

 

Was 1956 als die „Aktion der gute Film“ in Salzburg gestartet ist, ging ab 1985 in die „Aktion Film“ über und ist seit 1.Jänner 2011 das „Institut für Medienbildung“ (IMB).

 

GF Martin Seibt:

„Wir haben mit dem neuen Titel und der neuen Struktur den Entwicklungen der letzten Jahre Rechnung getragen. Wir haben uns auf Grund des Auftauchens neuer Medien wie Internet noch mehr in Richtung Medienbildung entwickelt. Unsere Kulturschiene des Filmemachens bleibt weiterhin ein Kernbereich unseres Angebotes und wir setzen das Medium Film und das Filmemachen zusätzlich in dieser medienpädagogischen Arbeit ein“

 

Die Medienwelt ist ein Abbild der Gesellschaft. Die „Aktion der gute Film“ war als Gegenpart zum Auftauchen des Massenmediums Fernsehen gegründet worden, damit Filmkultur nicht verloren geht. Auch das starke Aufkommen von Comics in den 60er und 70er Jahren wurde allgemein als Kulturverlust gesehen und die Aktion Film als medienpädagogische Einrichtung oft zu Rate gezogen. Im 21. Jahrhundert liegen die Herausforderungen bei elektronischen Medien und mit der sorgsamen und sinnvollen Nutzung dieser neuen Medien.

 

GF Martin Seibt

„Immer schon ist es darum gegangen, dass Eltern und Multiplikatoren Medienkompetenz erwerben sollten, um es an Kinder weiterzugeben.  Mit viel Zuwendung und Aufmerksamkeit können Erwachsene am Medienleben der Kinder teilnehmen und zum Beispiel Kreativität unter Einbeziehung aller Medien fördern. Zum Umgang mit Medien gehört aber auch, dass Grenzen konsequent gesetzt und Handlungsalternativen aufgezeigt werden.“

 

 

Medienpädagogische Basisarbeit mit 2/3 Eigenerwirtschaftungsquote

 

 

Das neue Institut für Medienbildung ist in sieben Bereiche gegliedert, die Aktion Film bleibt als Instrument des Filmemachens erhalten, daneben entstanden medienpädagogische Abteilungen wie edu-media, i-media oder Medien und Gesellschaft. Zusätzlich gibt es noch einen Forschungsbereich und die Ausbildungsschiene Karriere Plus, bei der in Kooperation mit der Donauuniversität Krems für Pädagogen Medienkompetenz für Schule, Unterricht und Weiterbildung als Universitätslehrgang angeboten wird. Außerdem wird weiterhin ein Verleihservice von audiovisuellen Geräten zu günstigen Preisen angeboten.

Drastische Kürzungen von 60% an Fördemitteln hatte die Aktion Film 2004 an den Rand ihrer Existenz gebracht. Mit der neuen Struktur können Fördermittel nun besser lukriert werden, ein Wiederanheben der Fördermittel von 2008 auf 2009 um 15% hatte damals das Überleben der Einrichtung gesichert.

 

GF Martin Seibt:

Obwohl wir bei einem Jahresbudget von knapp 300.000 Euro eine Eigenerwirtschaftungsquote von 2/3 aufweisen, sind wir als Kultur- und Bildungseinrichtung ohne Basisförderung nicht lebensfähig. Der tatkräftigen Unterstützung des Landeshauptfrau-Stellvertreters David Brenner ist es zu verdanken, dass wir nun mit unserem neuen Institut für Medienbildung zuversichtlich in die Zukunft schauen können.“

Derzeit beschäftigt das IMB fünf Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit und arbeitet mit einem Pool von Expertinnen und Experten zusammen.

 

Viele neue Projekte am IMB

 

 

Etliche Projekte aus den sieben Bereichen kommen im ersten Halbjahr 2011 zum Abschluss. Von der Leiterin Abteilung Research Christine Wijnen des Instituts für Medienbildung wurden zusammen mit Salzburger Schülerinnen der Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Ried am Wolfgangsee Castingshows unter die Lupe genommen und untersucht, inwieweit Jugendliche von diesen Shows in ihrem Verhalten beeinflusst werden.

 

Im Jahr 2010 ist über Auftrag des Landes Salzburg der Bildungsfilm „Zigeunerlager in Maxglan“ entstanden. Auf Basis des Films und des Recherchematerials entsteht derzeit in Zusammenarbeit des IMB und einer Oberstufenklasse des BRG Salzburgs ein neuer Film als medienpädagogisches Projekt.

 

Vom 23. – 28. Mai finden im Lungau erstmals die „Medientage in Mauterndorf“ statt. Veranstalter ist das Institut für Medienbildung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule, der Radiofabrik, Akzente, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, der Burgen- und Schlösserverwaltung Salzburg, der Gemeinde Mauterndorf und dem Landesjugendreferat. Am Programm stehen Vorträge und Workshops für Schüler und Lehrer mit dem Ziel Medienkompetenz in den Bereichen Social Media und web 2.0 zu erwerben.

 

Mag.
Martin Seibt MSc

Geschäftsführung


 
>> Download Jahresbericht 2008/2009
 

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